Gerhardt
Csejka:Geboren
am 11. April 1945 in der Gemeinde Guttenbrunn (rum. Zăbrani, Kreis
Arad); 1964-68 – Studium der Germanistik und Rumänistik in
Timişoara; 1968-70 – Redakteur bei der deutschsprachigen
Tageszeitung „Neuer Weg” in Bukarest; 1970-1986 bei der
Bukarester deutschsprachigen Monatszeitschrift des
Schriftstellerverbands „Neue Literatur”, wo er sich als Kritiker
profiliert und den Bedingtheiten der Minderheitenliteratur auf den
Grund zu gehen versucht, auch beginnt er aus der rumänischen
Literatur zu übersetzen. 1986 – Niederlassung in Deutschland,
zunächst in Berlin, dann, 1989, in Frankfurt am Main. Gibt 1992-1999
die „Neue Literatur” in einer neuen Folge heraus, als deutsches
Forum für die ost-südosteuropäischen Literaturen, und unterrichtet
nebenbei Rumänisch an der Frankfurter
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität (1990-1992) und an der Mainzer
Johannes-Gutenberg-Universität (1993-2003). Als Übersetzer hatte er
bereits vor seiner Emigration an wichtigen Anthologien mitgewirkt,
die in (Ost-)Berlin herauskamen – darunter Erkundungen
II (33 rumänische Erzähler),
1985,
und Texte
der rumänischen Avantgarde,
1987, beide betreut von Eva Behring. Nach seiner Niederlassung in der
BRD Übersetzungen aus Norman Manea: Roboterbiographie,
1987 (darin ”Biografia robot” u.a.), Mircea Eliade, Der verbotene
Wald (d.i. „Noaptea de Sânziene”), 1993, Mircea Cărtărescu,Nostalgia
(„Nostalgia”) 1997,
Selbstportrait in einer Streichholzflamme
(„Autoportret într-o flacără de brichetă”), Gedichte, 2001,
und Die Wissenden (d.i. „Orbitor I, Aripa stângă”), 2007, sowie
Caius Dobrescu, Ode
an die freie Unternehmung („Odă
liberei întreprinderi”), Gedichte, 2006.