In einem Karpatenstädtchen wird in den Ruinen einer römischen Festung ein Massengrab entdeckt. Da die Bewohner es für eine Hinterlassenschaft des mörderischen Ceausescu-Regimes halten und der Regierung in Bukarest nicht trauen, werden zur Aufklärung Anthropologen aus Argentinien eingeflogen. Ausgehend von diesem Ereignis entwickelt Filip Florian in seinem Debütroman "Kleine Finger" ein zwischen Grauen und Groteske, Realismus und Fiktion changierendes Spiel um verdrängte Schuld und Misstrauen in einer diktaturgeschundenen Gesellschaft. Bizarr wie die Gebirgswelt der rumänischen Karpaten findet die FR diesen Roman mit seiner funklenden Prosa. Die SZ sieht in dem Buch zugleich einen politischen Roman, einen archäologischen Krimi und einen klugen Versuch über die historische Beweispflicht der Literatur.












